1. Die Zitadelle Mainz im winterlichen Gewand
  2. Doppelhorn von Gebr. Alexander (1915)
  3. Marionettenbühne (1928)
  4. Kettenhandtasche mit Stofffutter (Metallwarenfabrik Wilhelm Hanss)
  5. Landschafts-Bildkarten (kombinierbar)

Neue Sonderausstellung: Neue Blicke auf das römische Mainz

Plakat zur Sonderausstellung "Neue Blicke auf das römische Mainz. Ausstellung mit Bildern und Rekonstruktionen von André Brauch."

Ab dem 4. Juli 2021 wird im Museum die neue Sonderausstellung "Neue Blicke auf das römische Mainz" gezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.


Erklärung des Bürgerrates/Runden Tischs zur aktuellen Diskussion um die „Steinhalle“

Mehr Demokratie wagen – aber nicht durch Verdrängung kulturellen Erbes in der Steinhalle des Landesmuseums.

Seit 2016 nutzt der Landtag von Rheinland-Pfalz die sogenannte Steinhalle des Landesmuseums Mainz als Ausweichquartier für seine Plenarsitzungen, da das historische Landtagsgebäude, das Deutschhaus, zu sanieren war. Der größte Teil der international bedeutenden Sammlung römischer Steindenkmäler wurde zuvor aus der Steinhalle ausgeräumt, damit der Plenarsaal und eine Lobby für den Landtag installiert werden konnten. Einen sehr beträchtlichen Teil dieser römischen Steindenkmäler hat der Mainzer Altertumsverein erworben und 1910 der Stadt übergeben. Das Land präsentiert diese Sammlung (seit 1967 als Dauerleihgabe der Stadt) im Landesmuseum, darunter befinden sich so einzigartige Denkmäler wie der Grabstein des Mainzer Reeders Blussus und seiner Frau Menimane, der repräsentative Bogen des Ratsherrn Dativius Victor und die große Jupitersäule zu Ehren des Kaisers Nero.

Anders als ursprünglich zugesagt, will der Landtagspräsident nach der 2021 abgeschlossenen Sanierung des historischen Landtagsgebäudes die Steinhalle nicht wieder dem Landesmuseum Mainz zurückgeben, sondern auch zukünftig als Veranstaltungsort zur Vermittlung von Demokratie nutzen, wodurch das Landesmuseum Ausstellungsflächen in erheblichem Umfang verlöre.

In der Sorge, dass hier zwei wichtige politische Aufgaben in einer demokratischen Gesellschaft gegeneinander ausgespielt werden:

einerseits der umfassende Erhalt kulturellen Erbes eines nahezu einzigartigen und international bedeutsamen Ensembles der „Steinhalle“ des Landesmuseums mit der Sammlung von antiken, frühchristlichen und den künftig hoffentlich noch stärker berücksichtigten jüdischen Denkmälern,
andererseits die Präsentation, Bewahrung und Vermittlung von Demokratie, begriffen als „Reallabor Demokratie“

setzen sich die Unterzeichner daher sehr entschieden für die folgenden Ziele ein:

  1. Entfernung des Plenarsaalgestühls und der die Steinhalle in zwei Hälften trennenden Zwischenwand, da die Raumwirkung der ca. 1.200 qm großen Steinhalle, der historischen Reithalle des kurfürstlichen Marstalls, durch diese Einbauten in erheblicher Weise beeinträchtigt wird und das Plenargestühl mehr als die Hälfte der Ausstellungsfläche belegt,
  2. eine umfassende, weiterentwickelte Präsentation der international bedeutenden, nördlich der Alpen einzigartigen Sammlung römischer Steindenkmäler aus Mainz in der Steinhalle als einem Ort, an dem das Römische Mainz in seiner Vielfalt und einmaligen Dichte erlebbar ist, für Mainzerinnen und Mainzer, Mainz-Besucher*innen und die internationale Forschung,
  3. die Wiedereröffnung der seit 2004 geschlossenen Archäologischen Sammlung mit wertvollen Beständen aus der Vorgeschichte, der Römerzeit und dem Mittelalter, die Ausstellung von römischen Neufunden sowie die Wiedereröffnung der Prinz-Johann-Georg-Sammlung,
  4. eine angemessene Präsentation auch der weiteren bedeutenden Museumsbestände, die die menschliche Kunst- und Kulturgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart umfassen, bei der kein Bereich zugunsten anderer Bereiche geopfert werden darf,
  5. das Museum mit seinen vielfältigen Sammlungen als unentbehrlichen und aktuellen Ort kulturpolitischer Weiterbildung für die Kunst- und Kulturgeschichte, insbesondere auch für die Landesgeschichte ideell, aber auch räumlich und personell zu stärken.

Die Unterzeichner begrüßen die Initiative des Landtagspräsidenten zur Stärkung der Demokratie. Allerdings darf das Landesmuseum Mainz, das in den letzten 20 Jahren bereits erhebliche Ausstellungsflächen verloren hat, nicht dafür genutzt werden, im Gegenteil die kulturellen Verluste würden der Umsetzung eines Demokratie-Labors eher schaden.

Wir plädieren dafür, das Demokratie-Labor an einem anderen, hierfür besser geeigneten Ort entstehen zu lassen und gemeinsam mit Trägern der historisch-politischen Bildung wie dem Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz, der Landeszentrale für politische Bildung und weiteren Konzepte zu entwickeln, die einer Stärkung der Demokratie (auch im Sinne von Bildungs- und Präventionsarbeit) wie der Wertschätzung von Lernorten der Demokratie dienen können.


Unterzeichner:
Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V., Landesverband Rheinland-Pfalz
Förderverein Stadthistorisches Museum Mainz e.V.
Stiftung Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz
Initiative Römisches Mainz e.V.
Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft JGU
Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie JGU
Mainzer Altertumsverein e.V.
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V.
Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie
Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V., Landesverband Rheinland-Pfalz
Verein der Freunde des Landesmuseums e.V.
Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V.


Mainz, den 26.05.2021

"Mainz, du sollst nicht untergehen ..." - Online-Ausstellung

[Bild: Stadt Mainz]

Der 27. Februar 1945 war ein schicksalsreicher Tag für Mainz: Ein Luftangriff der Alliierten zerstörte die Innenstadt fast vollständig, Tausende Menschen verloren ihre Familie oder ihr Leben. Der Luftangriff war Folge der von dem menschenverachtenden NS-Regime verübten Terrorangriffe und Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg.

Das Stadthistorische Museum Mainz hat anlässlich des Gedenktages eine Ausstellung erarbeitet. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Ausstellung jedoch selbst zu einem Stück Geschichte: Sie musste im Frühjahr 2020 nach nur drei Wochen Laufzeit geschlossen werden.

Nun wird sie anlässlich des Gedenktages ein Jahr später erneut gezeigt – diesmal als Online-Ausstellung durch die Stadt Mainz (ab 26. Februar 2021).

Hier ist die Online-Ausstellung ab dem 26. Febraur 2021 zu finden.

Spendenübergabe des Rotary-Clubs 50 Grad Nord

Dr. Peter Lautzas und Dr. Hedwig Brüchert nahmen den Scheck entgegen.[Bild: Stadthistorisches Museum Mainz]

Am Samstag, den 13.06.2020, fand im Weingut der Stadt Mainz - Fleischer die offizielle Übergabe der Weihnachtsspende 2019 des Rotary-Clubs 50 Grad Nord statt. Auch das Stadthistorische Museum wurde dankenswerterweise, angeregt durch den diesjährigen Präsidenten und Mitglied unseres Vorstandes Lukas Augustin, mit einer großzügigen Spende von 3500 Euro bedacht.

Die Spende wird für die Erstellung eines Kataloges zu unserer Überblicksausstellung "Mainz von den Anfängen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts" verwendet.

Wir bedanken uns herzlich bei den Verantwortlichen im Rotary-Club 50 Grad Nord für die erneute finanzielle Förderung unserer Projekte.

75. Gedenktag an den Luftangriff auf Mainz

Auf Wunsch und in Zusammenarbeit mit der Stadt Mainz hat das Stadthistorische Museum zum 75.Gedenktag an den verheerenden Luftangriff auf Mainz am 27. Februar 1945 eine Ausstellung über die zerstörte und wiederaufgebaute Stadt erstellt. Eröffnung: 27.2.2020 im Stadthaus. Die erweiterte Fassung der Ausstellung erscheint zum Ende des Jahres als Buch.

Stiftung Stadthistorisches Museum geht neue Wege bei der Öffentlichkeitsarbeit - Spenden erwünscht!

Gefördert von der VRM Mainz erscheint in der Mainzer Allgemeinen Zeitung viermal im Monat eine Werbeanzeige unserer Stiftung. Diese Maßnahme soll die Stiftung in der breiten Öffentlichkeit bekannter machen und zu Spenden anregen.

An alle Freundinnen und Freunde unseres Museums und der Stiftung richtet sich die Bitte, auf diese Kampagne im Bekanntenkreis hinzuweisen und für eine Spendenaktivität zu werben.

Wir danken für eine Empfehlung.

Thomas A. Nonnenmacher

Unsere Ausstellung "Mainzer Gastarbeiter der ersten Generation" bei "Lebenswege – das Online-Migrationsmuseum Rheinland-Pfalz"

Die Ausstellung „Mainzer ‚Gastarbeiter‘ der ersten Generation“ wurde im Oktober 2018 im Stadthistorischen Museum Mainz eröffnet. Da sie als Wanderausstellung gestaltet war, präsentierte sie sich bis Ende 2019 an sieben weiteren Ausstellungsorten im Mainzer Stadtgebiet.

„Lebenswege – das Online-Migrationsmuseum Rheinland-Pfalz“ bewahrt diese analoge Ausstellung nun im virtuellen Raum. So können sich diejenigen, die damals die Ausstellung verpasst haben sowie auch Interessierte über die Mainzer Stadtgrenzen hinaus in dieses Kapitel der rheinland-pfälzischen Migrationsgeschichte eintauchen.

Besonders sehenswert sind die Videos des Schülerprojektes und die Zeitzeugeninterviews.

Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Ballonstart auf der Zitadelle

Ballonstart am 24. August 2019 auf der Zitadelle[Bild: Stadthistorisches Museum Mainz]

Am Samstag, 24.8.2019, startete um 18.30 Uhr der Ballon D-Omar der Freiballonsportfreunde Harxheim/Mainz 1983 e.V. mitten in der Stadt, von der Mainzer Zitadelle aus. Den Ballon fuhren Alfred Mathes, der die erste deutsche Ballonfahrerschule in der Nachkriegszeit gründete und kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte, und sein früherer Schüler Andreas Guddat. Als Gäste fuhren mit Dorothea Freudenberger ein langjähriges Teammitglied des Stadthistorischen Museums Mainz sowie mit Kai-Uwe Schreiber der Vorsitzende der Initiative Zitadelle Mainz mit. Nach der Landung wurden die Gäste in den Ballonadelsstand erhoben und auf die Namen Gräfin Dorothea und Herzog Kai getauft (siehe Bild).

Diese Begleitaktion zur Sonderausstellung des Stadthistorischen Museums „Ballone – Luftschiffe – Flugmaschinen“ (bis Sommer 2020) zeigte die Faszination des Fliegens bis heute. Lange träumte die Menschheit nur vom Fliegen. Die Menschen des Kaiserreichs waren regelrecht flugbegeistert.

O-Ton Andreas Guddat, Vorsitzender der Freiballonsportfreunde Harxheim/Mainz 1983 e.V.:

„Es ging quasi immer entlang der Römersteine: Oberstadt, Gelände der Unimedizin, weiter parallel der Römersteine, über das Gelände der JGU / Botanischer Garten, Institute der JGU und dann gelandet. Eine beeindruckende Fahrt über meine Heimatstadt!“

Fahrtdaten

Start 18:30 h
Landung 19:20 h
Fahrzeit damit 00:50 h
Maximale Geschwindigkeit 05 kn = 10 kmh
Maximale Höhe 175 m MSL (sehr tief gefahren)

Stehende Landung in der Gemarkung Gonsenheim querab 05er Stadion nach der Koblenzer Straße und vor der Saarstraße.

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Das Stadthistorische Museum Mainz beteiligt sich an der Ausstellung zum Pressefotografen Rudi Klos im Rathaus Mainz (2.9.-19.10.2019)

Schiffskoros auf dem Rhein, Beitrag/Inszenierung: Einweihung des Gutenbergdenkmals 1837, im Rahmen der 2000-Jahr-Feier der Stadt Mainz 1962[Bild: Stadtarchiv Mainz]

Rudi Klos hielt als Pressefotograf in den 1950er und 1960er Jahren zahlreiche Mainzer und rheinhessische Motive fest. Die Ausstellung seiner Bilder wird am Montag, 2. September 2019, um 18:00 Uhr im Rathaus eröffnet. Sie ist bis zum 19. Oktober zu sehen.
Das Stadthistorische Museum Mainz bereichert die Ausstellung durch Exponate aus seinen Beständen. Es gibt Objekte zum Wiederaufbau in der Stadt, zum "Handel und Wandel", zur 2000 Jahr-Feier 1962 sowie zur Mainzer Aktien-Bierbrauerei. Auch die Elektrisierung der Mainzer Haushalte wird veranschaulicht.

Veranstaltungsort: Rathaus Mainz, Jockel-Fuchs-Platz 1, 55116 Mainz
Öffnungszeiten: Montag –bis Freitag: 8-18 Uhr, Samstag: 9-14 Uhr
Sonn- und Feiertage: geschlossen

Eintritt frei

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier auf der Website der Landeshauptstadt Mainz.

Hoher Besuch am Stand des Stadthistorischen Museum Mainz bei der diesjährigen Rheinland-Pfalz Ausstellung - Ministerpräsidentin Malu Dreyer freute sich über die gelungene Präsentation "Mainzer Wirtschaftswunderjahre"

Beim Pressetermin zu sehen sind Lutz Luckhaupt (SHM Mainz), Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Mitarbeiter, Thomas Nonnenmacher und Dr. Ute Engelen (beide SHM Mainz), Finanzministerin Doris Ahnen und OB Michael Ebling.

In Kooperation mit der RAM-Regio und dem AZ-Redakteur Michael Bermeitinger gestalteten
wir einen viel beachteten Stand bei der Rheinland-Pfalz Ausstellung auf dem Messe-Gelände in Mainz-
Hechtsheim. Das perfekt nachempfundene Wohnzimmer der 1950er Jahre sowie der 1956er Opel-Kapitän waren der Blickfang, dazu gab es eine Menge Information über diese Zeit durch fast 70 tolle Aufnahmen aus dem Mainz von 1945-1959 und zwei Vitrinen mit allerlei Werbung und Produkten aus den Jahren des
"Wirtschaftswunders". Am Sonntag, 14. April 2019, war leider Schluss für dieses Jahr und wir können uns über den großen Werbeeffekt freuen, denn ca. 20.000 Besucher haben unsere Präsentation genossen.
 
Auf Wiedersehen 2020!
 
TN, 13.04.2019

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Wir gratulieren unserer Geschäftsführerin Dr. Hedwig Brüchert (Förderverein Stadthistorisches Museum Mainz e.V.) zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

Dr. Hedwig Brüchert wurde am 4. Dezember 2018 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen.[Bild: Sabine Münzberg]

Hedwig Brüchert wurde am 4. Dezember 2018 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen. 1983 initiierte die Historikerin den Verein für Sozialgeschichte Mainz und forschte ehrenamtlich zu demokratischen Traditionen und der Geschichte der Arbeiterbewegung. Als Mitglied des Stadtrates und als Ortsvorsteherin der Mainzer Neustadt engagierte sie sich selbst für die Demokratie. Bei den „Begegnungswochen Mainzer Juden”, zu denen die Stadt Mainz zwischen 1991 und 2001 mehrere hundert emigrierte Juden einlud, gehörte sie zu den Initiatoren, begleitete die Gäste, führte zahlreiche Interviews und forscht seitdem intensiv zur Geschichte der jüdischen Mainzer Familien im 20. Jahrhundert. Am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz forschte sie u.a. zu ausländischen Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs und zur Geschichte der Frauen in Rheinland-Pfalz nach 1945. Im Jahr 2000 war sie eine der Gründerinnen des Stadthistorischen Museums Mainz, in dem sie bis heute ehrenamtlich tätig ist. Außerdem steht sie an der Spitze der Stiftung Stadthistorisches Museum Mainz und ist Mitgründerin der Stiftung Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz. Im April wurde dieser neue Gedenkort eröffnet. Er verbindet das Wissen um die Verbrechen der NS-Diktatur mit dem Streiten für Demokratie und Akzeptanz – und er ist das großartige Werk von Menschen wie Hedwig Brüchert.