1. Die Zitadelle Mainz im winterlichen Gewand
  2. Der Dom von der Rheinseite. Lithografie von D. Wasserburg (1828)
  3. Doppelhorn von Gebr. Alexander (1915)
  4. Marionettenbühne (1928)
  5. Landschafts-Bildkarten (kombinierbar)

0.Mit Stift, Nadel und Feder – Mainz in Lithografien, Radierungen und Zeichnungen

Mainzer Künstlerinnen und Künstler haben ihre Heimatstadt immer wieder in ihrem Werk verewigt. Neben der eindrucksvollen Stadtsilhouette, von der Mainspitze oder der Maaraue aus gesehen, und dem mächtigen, alles überragenden Dom waren es oft auch ganz versteckte malerische Winkel, romantische Plätze, enge Gässchen, weniger bekannte Bauwerke oder auch einzelne Erker oder Torbogen, die sie als Motiv lockten. Dabei haben sie die
unterschiedlichsten Techniken angewandt, von der zarten Bleistift-, Tusche- oder Federzeichnung bis zum Ölgemälde. Einige der dargestellten Örtlichkeiten und Bauwerke sind heute im Stadtbild nicht mehr vorhanden. Somit zeigen die Kunstwerke auch, wie Mainz früher einmal war.

Fast alle Werke in dieser Ausstellung stammen aus den Beständen des Stadthistorischen Museums Mainz. In den letzten Jahren hat sich die Sammlung an Mainz-Darstellungen durch Schenkungen und Ankäufe erheblich vergrößert. So konnten wir vor kurzem dank einer Spende alle 35 Lithografien des 1842 von Dionys Wasserburg (1813-1885) herausgebrachten berühmten Mappenwerks „Historische und architektonische Merkwürdigkeiten von Mainz in seiner Vorzeit und Gegenwart“ erwerben, die wir nun erstmals präsentieren. Darüber hinaus zeigen wir weitere Schätze aus unserem Depot, die keinen Platz in der Dauerausstellung finden. Nachdem bei einer Sonderausstellung im Jahr 2019 Aquarelle und Ölgemälde mit Mainz-Motiven im Mittelpunkt standen, wurden diesmal Radierungen, Lithografien und Zeichnungen ausgewählt, geschaffen von Gerhard Adolf (1910-1975), Sophie Grosch (1874-1962), Peter Halm (1854-1923), Hans Kohl (1897-1990), Heinz Laubach (1925-2023), Heinz Leitermann (1908-1979), Guido Ludes (1949-2013) und Hanns Pfeifer (1902-1989).

Unser Dank gilt allen Mainzerinnen und Mainzern, die seit Gründung des Stadthistorischen Museums Mainz vor 25 Jahren durch die Überlassung von zahlreichen Kunstwerken mit Mainz-Motiven wesentlich zum Aufbau der reichhaltigen Sammlung beigetragen haben.