Zeitraum

16. Mai - 31. Oktober 2010

Katalog

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Rahmenprogramm

16. Mai 2010, 11 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Grußworten, indianischer Musik, einer Ausstellungseinführung, Kurzführungen und Umtrunk

29. Mai 2010, 18 Uhr - 01 Uhr
Mainzer Museumsnacht (Indianerprogramm für Jung und Alt, Kurzführungen durch die Ausstellung)

18. Juni 2010, 19 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Winfried Herget: Europäische Vorstellungen vom Wilden Westen.

20. Juni 2010, 15 Uhr
Zinnfiguren gießen und bemalen - eine Vorführung.

10. Juli 2010, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Dr. Elmar Rettinger.

13. August 2010, 19 Uhr
Vortrag vom Nadja Martin-Catherin M.A.: Sitting Bull - der erste moderne Indianer.

22. August 2010, 15 Uhr
Zinnfiguren gießen und bemalen - eine Vorführung.

12. Sept. 2010, 10 Uhr - 18 Uhr
Zitadellenfest: Tag der offenen Tür, Kurzführungen durch die Ausstellung.

17. September 2010, 19 Uhr (Bau E, Drusussaal)
Vortrag von Gisbert Freber: Der Wilde Westen im Kleinformat. Die Entwicklung der Spielzeugfiguren seit 1850.

15. Oktober 2010, 19 Uhr (Bau E, Drusussaal)
Vortrag von Dr. Alexander Emmerich: Mein Freund Winnetou – Westernfilme Made in Germany.

Begleitband

Der Wilde Westen am Rhein – Buffalo Bill in Mainz 1891

Buffalo Bill und Sitting Bull

In Kooperation mit dem Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V.

Zwischen 1887 und 1891 gastierte William Cody, genannt Buffalo Bill, mit seiner Wildwestshow mit großem Erfolg in zahlreichen europäischen Städten. Um die 10.000 Besucher kamen in der Regel täglich zu den Vorstellungen. In Berlin waren es sogar 65.000! Auf seiner Tournee machte er vom 4. bis 7. Mai 1891 auch in Mainz Station. 175 Indianer, Cowboys und Pfadfinder, 40 Pferde und 20 Büffel präsentierten den staunenden Mainzern das Leben im „Wilden Westen". Annie Oakley zeigte ihre Schießkünste (sie war das Vorbild für das Musical „Annie get your Gun"). Die Militärs bestaunten die hervorragende logistische Leistung der Truppe.

Die Ausstellung geht den Ereignissen von 1891 nach, betrachtet aber auch das historische Umfeld und spinnt den Faden bis ins 20. Jahrhundert weiter. Wie waren die Lebensverhältnisse in Mainz Ende des 19. Jahrhunderts? Wie sah der „Wilde Westen" in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts tatsächlich aus? Wie ist die Begeisterung für dieses Thema, das in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts eine Renaissance erfuhr, zu erklären?

Die Ausstellung gliedert sich in 4 Themenbereiche:

  • Auf dem Weg zur Großstadt – Mainz in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Indianer, Cowboys, Pferde und Büffel – Buffalo Bill´s Wild West Show 1891
  • Der Wilde Westen – Realität und Mythos
  • Buffalo Bill und die Erben – Wildwestromantik im 19. und 20. Jahrhundert.

Texte, Bilder, Originaldokumente zeichnen ein lebendiges Bild der damaligen Zeit. Im Mittelpunkt steht ein Zinnfiguren-Diorama der Buffalo-Bill-Show aus der Sammlung Gisbert Freber, das eigens für die Ausstellung angefertigt wurde und weltweit nur in wenigen Exemplaren existiert. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Entwicklung von Wild-West-Spielzeugfiguren im Wandel der Zeit. Dazu bitten wir die Mainzer, uns alte Fotos von „Mainzer Cowboys" und „Mainzer Indianern" für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Ebenso ist geplant, die Ausstellung mit Filmen und interaktiven Elementen zu bereichern, um sie für Jung und Alt attraktiv zu machen.

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen. Dieses enthält weitere Informationen und Abbildungen, welche über die Inhalte der Ausstellung noch hinausgehen. Ein Rahmenprogramm mit Western-Shows, Führungen und Vorträgen ergänzt die Ausstellung.