Bier als Nahrungsmittel

Flüssiges Brot

Biertrinkender Mönch. Darstellung auf einem Rauchbild der Mönchshofbrauerei Kulmbach um 1900.[Bild: Jürgen Birk]

Die Herstellung von Bier aus Getreide brachte ihm auch die Bezeichnung „flüssiges Brot“ ein. Tatsächlich bildete Brot im Altertum die Ausgangsbasis für die Bierherstellung. Erst kurz vor Christi Geburt, wohl zunächst in Gallien, verwendete man dann gekeimtes Getreide (Malz).

Bier als Fastennahrung

Bier mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen des Getreides machte es – extra stärker eingebraut – bei den Mönchen des Mittelalters zu einem beliebten Fastengetränk, denn „Flüssiges bricht das Fasten nicht“. Im Starkbieranstich auf dem Nockherberg in München zu Beginn der Fastenzeit lebt diese Tradition bis heute fort.

Vom Wasserersatz zum Bockbier

Entwurf für ein Bockbier-Plakat um 1900.[Bild: Jürgen Birk]

In den mittelalterlichen Städten ersetzte Bier oft das Trinkwasser, denn durch das Kochen während der Herstellung enthielt es weniger Keime.

Der Haltbarkeit von Bier setzten seine Inhaltsstoffe aber Grenzen. Bier eignete sich nicht für lange Lagerung oder weite Transporte. Allerdings gab es auch besonders kräftig eingebrautes Bier mit hohem Alkoholgehalt. Durch seine bessere Haltbarkeit entwickelte es sich zum Exportschlager, so z. B. das Bier der Stadt Einbeck, aus dem sich das Bockbier entwickelte.

Autor: Jürgen Birk