Neuere Entwicklungen des Bierbrauens in Mainz

Die Schließung der Mainzer Brauereien

[Bild: Eisgrub-Bräu]
[Bild: Brauhaus Castel]
[Bild: Rheinhessen-Bräu]

Seit den 1970er Jahren geht der Bierkonsum pro Kopf in Deutschland zurück. Nicht zuletzt dadurch verschärfte sich die Konkurrenz unter den Brauereien weiter, sodass die traditionellen Mainzer Betriebe einer nach dem anderen aufgegeben wurden, zuletzt die Sonnenbrauerei im Jahr 1992.

Der Wiederaufschwung von Hausbrauereien

Sudblock von "Eisgrub-Bräu" in Mainz.[Bild: Eisgrub-Bräu]
Das neue Sudhaus von "Rheinhessen-Bräu".[Bild: Rheinhessen-Bräu]

Wie im Bundesgebiet ist in Mainz allerdings seit rund 20 Jahren eine erneute Entwicklung erfolgreicher kleinerer Brauerei-Gaststätten zu beobachten. Diese Betriebe vertreiben selbstgebrautes, unfiltriertes Bier und bieten mobile Bierservices an.

Den Anfang machte die „1. Mainzer Gasthausbrauerei“ in der Weißliliengasse am 18. Mai 1989. Da das Gewölbe den Mainzer Bürgern im 19. Jahrhundert als Eiskeller gedient hatte, nannte die Brauerei ihr Bier „Eisgrubbräu“. Pro Woche braut der Betrieb rund 3.000 bis 4.000 Liter untergäriges Bier.

Im folgenden Jahr eröffnete das „Brauhaus Castel“ im früheren Mainzer Stadtteil Kastel. Neben dem Ausschank in der Gaststätte vertreibt es sein „Castel hell“, „Castel dunkel“ und „Castel Hefe­weizen“ vorwiegend bei traditionellen bayerischen Bierfesten und an Privatkunden, die auch einen Oldtimer-Ausschankwagen mieten können.

Die jüngste Brauerei-Gründung in Mainz ist die „Rheinhessen-Bräu Brauerei“ im Stadtteil Ebersheim. 2007 von zwei Landwirten mit einer kleinen Brauanlage eingerichtet, hat sie ihren Bierausstoß vervielfacht. Mit ihren Bieren aus zum Teil selbst angebauter Braugerste beliefert die Brauerei neben Gaststätten und Privatkunden auch den Einzelhandel.

[Bild: Brauhaus Castel]

Autorin: Ute Engelen